360°


Der Wettbewerb um die Talente endet nicht mit der Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag. Mitarbeiter müssen gefördert und gefordert werden, sie sollen sich wohlfühlen, sich weiterentwickeln, sich selbst und andere begeistern. Und natürlich geht es um die viel beschriebene, aber immer noch zu wenig praktizierte Work-Life-Balance. „Building a better working world“ – der Anspruch von EY bezieht sich auch auf unsere eigene Arbeitswelt mit über 11.000 Beschäftigten in Deutschland und rund 260.000 Mitarbeitern weltweit. Das Tax & Law Magazine möchte an dieser Stelle ganz persönliche Einblicke geben, wie Talente zur Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY gekommen sind, weshalb sie bleiben und warum sie sich (hoffentlich) wohlfühlen. Eine kleine Reihe von Interviews mit subjektiven Antworten.

Anne Naradowski

Associate Partner I GCR
EY Hamburg

Wie bist du zu EY gekommen?

Ich habe damals über meinen Lehrstuhl Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Bayreuth an der Audit Challenge im Münchner EY Office teilgenommen. Mir hat das Team imponiert und ich dachte mir, der Schlag Mensch würde gut zu mir passen. Ich bewarb mich für die Assurance am Düsseldorfer Standort und schon auf dem Weg nach Bayreuth zurück habe ich die Zusage per Telefon bekommen.

Kamst du direkt vom Studium?

Ja, direkt. EY war sogar die erste und einzige Bewerbung.

Hast du schon einmal überlegt, EY zu verlassen?

Ja, als ich von meinem zweieinhalbjährigen Auslandsaufenthalt in Moskau wieder zurückkam. Wieder als Manager in der Tax GCR meine alten Mandate zu übernehmen war für mich nach meinem reichen Erfahrungsschatz, den ich in Moskau gesammelt habe, wenig ansprechend. Aber wie so oft bei EY, kam es anders als gedacht. Ich habe Kontakte geknüpft, die mir ein viel weiteres Aufgabenfeld ermöglichten, gekoppelt mit viel Entwicklungspotenzial und auch Flexibilität. Gerade durch den Bereich Automatisierung konnte ich mir vorher unbekannte Tätigkeitsfelder betreten. Meine Lernkurve ging wieder steil nach oben. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß.

Die Flexibilität, die ich von EY eingefordert und erhalten habe, gebe ich auch an meine Teammitglieder weiter.

Warum sind die Erfahrungen bei EY für dich wichtig?

EY bereichert mich durch menschliche Kontakte, sowohl innerhalb EY als auch bei Mandanten, durch kreative Tätigkeitsfelder, tolle Entwicklungsmöglichkeiten und vor allem Vertrauen, welches mir entgegengebracht wird. Das ist meine „experience of lifetime“.

Was bedeutet es für dich, ein aktiver Gestalter der eigenen Karriere zu sein?

Ich habe gelernt, dass man, wenn man bei EY etwas erreichen möchte, den Weg selber mitgestalten muss. Mein Weg umfasst sowohl Service-Line-Wechsel, Sub-Service-Line-Wechsel als auch Niederlassungswechsel. Mich haben auf diesem Weg viele tolle Rat gebende Kollegen begleitet.

Inwiefern hilft dir die Flexibilität bei EY, deinen Alltag beruflich und privat zu gestalten?

Die Flexibilität, die ich von EY eingefordert und erhalten habe, gebe ich auch an meine Teammitglieder weiter. Das funktioniert gut, da Vertrauen die Grundlage unserer Teams ist. Somit kann ich meiner Familie mit drei kleinen Kindern gerecht werden.


Jan-Rainer Hinz

Partner | GSA Tax Talent Leader | ITTS
EY Eschborn

Wie bist du zu EY gekommen?

Ich war mir anfangs unsicher, ob Steuern für mich tatsächlich als Beruf infrage kämen. Durch mein Praktikum, das ich während meines Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Kiel absolvierte, merkte ich jedoch, dass dies genau mein Beruf sein würde.

Welcher Aufgabe gehst du hier nach?

Ich berate steuerlich bei allen Unternehmenstransaktionen, Unternehmenskäufen und -verkäufen, vorrangig für Private-Equity-Kunden. Ein sehr spannender Bereich. Daneben bin ich sogenannter GSA Tax Talent Partner und befasse mich hier mit allen personalen Belangen der Kolleginnen und Kollegen.

Welche Erwartung stellst du an dich selbst als Führungskraft?

Ich versuche, jeden Tag die Begeisterung für meinen Beruf weiterzugeben. Sicher gibt es auch anstrengende Tage, die herausfordernd sind. Aber wenn man ehrlich ist, sind die Dinge, über die wir uns manchmal aufregen, doch eher banal und von untergeordneter Bedeutung. Für mich ist es ein Privileg, mit jungen, hoch motivierten Teams arbeiten zu dürfen und sie zu fördern. Und das sollen sie spüren. Das ist mein Anspruch an mich als Führungskraft.

Wie bist du für Teammitglieder ansprechbar?

Unabhängig vom Rang ist die Tür immer offen. Zeit ist nie ein Argument, kein offenes Ohr zu haben. Ob ein Praktikant, Consultant oder Manager, jeder braucht ab und zu Rat und diesen biete ich an.

Woraus schöpfst du Energie und Inspiration für anstehende Projekte?

Vom Feedback meiner Kunden, die es schätzen, dass ich für sie da bin und mit ihnen Projekte über die Ziellinie bringe. Das Ganze geht aber nur im Team. Und genau das ist das Zweite, was mich antreibt. Zu sehen, wie junge Kollegen in der Zusammenarbeit immer besser werden und sich selbst zu tollen Beratern entwickeln, das verschafft mir große Freude. Und drittens: Ich freue mich sehr, Talent Partner bei EY sein zu dürfen, und bin stolz auf den Wandel, die Flexibilität und die Offenheit, die wir in unser normalerweise konservatives Beraterumfeld gebracht haben. Das möchte ich weiter ­vorantreiben.

Für mich ist es ein Privileg, mit jungen, hochmotivierten Teams arbeiten zu dürfen und sie zu fördern.

Sarah Elbert

Director | US Tax

EY Eschborn

Ich glaube nicht, dass ich die Karriereperspektive, Flexibilität und Herausforderungen, die EY mir anbietet, woanders finden könnte.

Wie bist du zu EY gekommen?

Ich bin US-Steuerberaterin und zog aus privaten Gründen nach Deutschland. Obwohl es viele amerikanische Steuerpflichtige hierzulande gibt, war ich am Anfang nicht sehr optimistisch, einen Job in diesem Bereich zu finden. Ich war positiv überrascht, als ich herausfand, dass EY als einziges Big-Four-Unternehmen diese Opportunity auf dem Markt erkannt hat und seit Jahrzehnten eine erfolgreiche US-Tax-Gruppe führt.

Kamst du direkt vom Studium?

Ich war schon fünf Jahre lang bei einer anderen Big-Four-Firma in den USA tätig. Davor hatte ich meinen Bachelor of Arts in Accounting und meinen Master of Science in Tax an der Texas A & M University absolviert.

Hast du schon einmal überlegt, EY zu ­verlassen?

Nein. Ich bin sehr zufrieden. Ich glaube nicht, dass ich die Karriereperspektive, Flexibilität und Herausfor­derungen, die EY mir anbietet, woanders finden ­könnte.

Was tust du für deine Karriere?

Ich weiß, dass ich am Ende des Tages für meine eigene Karriere und meinen Erfolg verantwortlich bin. Ich bin aber hier bei EY damit nicht alleingelassen. Es gibt so viele tolle Programme, Weiterbildungen und Austauschmöglichkeiten, die uns auf unseren, manchmal sehr unterschiedlichen Wegen unterstützen.

Was bedeutet für dich Diversity?

Diversity erlebe ich in meinem Team tagtäglich. Wir haben Kollegen aus mindestens zehn Ländern bei uns in der Gruppe, und die verschiedenen Perspektiven, ­Kulturen, Arbeitsweisen und Erfahrungen bereichern die Zusammenarbeit sehr stark. Ich möchte diese Diversity in meinem Arbeitsalltag nicht mehr missen.

Inwiefern hilft dir EY, deinen Alltag beruflich und privat zu gestalten?

Ich habe drei kleine Kinder und wohne auch weit vom Büro entfernt. Daher ist mir Flexibilität bei EY von allerhöchster Bedeutung. Ich nutze die Möglichkeit, teils von zu Hause zu arbeiten, und habe auch in der Vergangenheit Gebrauch von Teilzeit gemacht. Dies hat sehr geholfen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.


Sandro Schwenke

German Tax Desk | ITTS

EY New York

Wie bist du zu EY gekommen?

Das war ein Bauchgefühl. Ich habe mich während des Masterstudiums auf einer Absolventenmesse umgeschaut und mich nach einem netten Austausch mit den EY-Vertretern beworben.

Was hast du studiert?

Nach dem Abitur habe ich in der hessischen Finanzverwaltung ein duales Studium zum Diplom-Finanzwirt (FH) abgeschlossen und einige Zeit später einen Master of International Business and Tax Law (LL.M.) an der Frankfurt School of Finance and Management und dem Management Center Innsbruck hinterhergeschoben, Letzteres war ein Dual Degree Program für Berufstätige.

Warst du Jahrgangsbester?

Nein, aber auch nicht der Schlechteste. In meinem ersten Vorstellungsgespräch bei EY war man mehr daran interessiert, was ich tatsächlich weiß. Das heißt aber nicht, dass die Noten unwichtig waren.

Die Komplexität ist wirklich herausfordernd, und Worte wie Teaming und Commitment haben die Kollegen beeindruckend mit Leben gefüllt.

Hast du schon einmal überlegt, EY zu verlassen?

Habe ich sogar schon getan. Es war aber keine Entscheidung gegen EY, sondern nach vier Jahren ging es mir um einen Perspektivwechsel. Ich hatte die Möglichkeit, beim größten Einzelhändler Europas in der Steuerfunktion mitzuarbeiten. Eine tolle Zeit, in der EY immer Kontakt gehalten hat. Persönliche Gründe und die Erinnerung an eine sehr spannende und abwechslungsreiche Zeit haben mich dann bewogen, wieder bei EY anzufangen.

Welche Herausforderung hat dich bei EY am stärksten geprägt?

In meinem Arbeitsbereich Transaction Tax kann ich laufend neue Herausforderungen erleben. Die absoluten Highlights waren für mich bisher die Mitarbeit bei zwei sehr großen Unternehmenstransaktionen im Milliardenbereich, einmal Konsumgüter und dann Pharma. Die Komplexität ist wirklich herausfordernd und Worte wie Teaming und Commitment haben die Kollegen beeindruckend mit Leben gefüllt.

Wie unterstützt dich EY bei deiner fachlichen Weiterentwicklung?

Ich habe unter anderem von der Förderung beim Steuerberaterexamen profitiert. Ich gebe aber auch selbst EY-interne Schulungen, und nach einer Beförderung durfte ich an außergewöhnlichen Promotionsevents teilnehmen. Da konnte ich die Internationalität von EY erleben.

Wie profitierst du vom weltweiten EY-Netz?

Deswegen konnte ich für ein Jahr in New York leben und arbeiten. Mit einem hervorragendem Team und tollen Kollegen von allen Kontinenten. Und dann ist New York ein Epizentrum der Vielfalt und Weltoffenheit, was ungeheuer prägt.